Evang.-Luth. Christuskirche

Christus

(Bau-)Geschichte

1876
Die industrielle und touristische Entwicklung lockt immer mehr Menschen ins Oberallgäu. Das Bedürfnis nach eigenen Räumen für die Abhaltung von evangelischen Gottesdiensten wird immer dringender. Der Marktgemeinderat von Oberstdorf stellt dafür den Rathaussaal zur Verfügung und Vikar Christian Walter aus Immenstadt hält den ersten Gottesdienst.

1899
Die winzige, nur 70 Glieder zählende evangelische Gemeinde gründet den „Kirchbauverein Oberstdorf e.V“, der sich für den Aufbau der Gemeinde und den Bau eines eigenen Gotteshauses einsetzt.

1905
Grundsteinlegung für den vom Berliner Architekten v. Tiedemann entworfenen Kirchenbau.

1906
Am 17. Juli wird die Christuskirche eingeweiht.

    Christuskirche 1906

1916
Der Weihnachtsgottesdienst findet erstmals mit elektrischer Beleuchtung statt.

1917
Im Kriegssommer 1917 werden die Glocken beschlagnahmt. „Dem Vaterland zum Opfer gebracht“ muss das gewichtige Geläut wegen technischer Schwierigkeiten schon im Glockenturm zerschlagen werden. Nur die kleinste, die „Isidor-Bernhardi-Glocke“ durfte bleiben.

1918
Vom Pfarramt Immenstadt wird als Hilfsgeistlicher Pfarrer Zink-Wörnitzostheim in der neu gegründeten Tochtergemeinde Sonthofen eingestellt, der damit unter anderem auch die Gemeinde Oberstdorf zu betreuen hat.

1922
Sonthofen erhält den Status der selbstständigen Kirchengemeinde und Friedrich Westermeyer wird erster Pfarrer für Sonthofen und Oberstdorf.

1926
Neue Glocken werden in einem Festgottesdienst ihrer Bestimmung übergeben Nach neun langen Jahren hat die Christuskirche endlich wieder das Geläut dreier Glocken.

1930
Dem zunehmenden Platzbedarf in der Kirche wird mit dem Einbau von Emporen Rechnung getragen.

1931
Pfarrer Herman Seiler wird Nachfolger von Pfarrer Friedrich Westermeyer.

1937
Oberstdorf erhält mit der Errichtung eines Vikariats einen eigenen Seelsorger, Adolf Pfeuffer.

1939
Vikar Pfeuffer wird von Pfarrer Paul Friederich abgelöst und Oberstdorf trennt sich als Tochterkirchengemeinde von Sonthofen. Der Bereich des neuen „exponierten Vikariats“ umfasst neben Oberstdorf das Gebiet Bolsterlang, Fischen, Rubi, Reichenbach, Schöllang und Tiefenbach. Zu dieser Zeit hatte die Gemeinde circa 750 Seelen.

1941
Oberstdorf wird endlich zur eigenen Pfarrei erhoben, deren erster Pfarrer Paul Friederich ist.

1955/56: Grundlegende Umbaumaßnahme
Die Kirche wird erweitert und erhält einen neuen Gebäudetrakt mit Pfarramt und Messnerwohnung sowie ein Pfarrhaus.


Beim 50-jährigen Jubiläum wurden die Einnahmen für die Neuerrichtung des Glockenturms verwendet